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70. Jahrestagung – Allgemeine Information

visionen-illusionen27.9. – 29.9. 2013 in Halle / Saale

Allgemeine Informationen

Anmeldung

info@studiengesellschaft.de
oder
Interdisziplinäre Studiengesellschaft
Nymphenburgerstr. 47
80335 München

Tagungsbüro

Hotel Dorint Charlottenhof
Daniela Eiden (ab 26.09.2013, 16 Uhr) unter 0171/7311722

Ort und Zeit

Die 70. Jahrestagung der ISG e.V. findet vom Freitag, den 27.September 2013 ab 14 Uhr bis Sonntag, den 29.September.2013 bis ca. 13 Uhr im Dorint Hotel Charlottenhof, Dorotheenstraße 12, 06108 Halle a. d. Saale, Telefon 0345/ 29 23 0 statt.

Tagungsgebühren

  • 70,00 € für Mitglieder
  • 140,00 € für Gäste
  • 70,00 € für Rentner
  • 20,00 € für Studenten und Schüler
  • 25,00 € Tageskarte Freitag oder Sonntag

Preise für Tageskarten auf Anfrage.
Es werden Teilnahmebescheinigungen ausgestellt.
Eine Zertifizierung bei der Ärztekammer Bayern mit Punkten ist beantragt

Gesellschaftsabend

Er findet am Samstag, den 28. September ab 19:30 Uhr im Tagungshotel, statt. Der Preis pro Person beträgt 40,00 € ohne Getränke.

Bezahlung

Wir bitten um Überweisung des Tagungsbeitrages und des Beitrages für den Geselligen Abend auf das Konto Nr. 136 600 500, BLZ 370 100 50 bei der Postbank Köln.
Die Anmeldungen werden ab Eingang auf dem Konto berücksichtigt. Bei Rücktritt bis 15.8.2012 wird der Tagungsbeitrag erstattet, Hotelzimmer müssen selbst storniert werden.

Hotel

***** Dorint Hotel Charlottenhof, Tel.: 0721/ 37170 Dorotheenstraße 12, 06108 Halle a. d. Saale, Telefon 0345/ 29 23 0.
Der Preis mit Frühstück im EZ beträgt pro Nacht und Zimmer € 123,45, im DZ € 148,-

Wir möchten darauf hinweisen, dass die vereinbarte Sonderkondition für das Hotel nur für einen begrenzten Zeitraum gilt, daher empfiehlt es sich, Ihre Anmeldung möglichst schnell an uns per Post (Antwortkarte) oder per Email: info@studiengesellschaft.de abzuschicken.
Wir bitten zu beachten, dass die Reservierung verbindlich ist. Die Zimmer und die Stellplätze werden direkt vom Tagungsteilnehmer bezahlt. Bei einer evt. Stornierung der Tagung bitten wir zu beachten, dass die Reservierung des Hotels vom Tagungsteilnehmer selbst rückgängig gemacht werden muss. Für evt. entstehende Kosten haftet die ISG nicht.

Anfahrt

Das Hotel befindet sich in der Innenstadt in Bahnhofsnähe. Karlsruhe ist mit der Bahn aus allen Richtungen sehr gut zu erreichen.
Mit dem Auto fährt man in Richtung Innenstadt, es sind kostenpflichtige Parkplätze im Hotel vorhanden.
Anfahrt auf Google Maps

Rahmenprogramm

Am Freitag morgen, den 27.September ist eine Museums- oder eine Stadtführung geplant. Treffpunkt: Tagungshotel, um 9:30 Uhr. Anmeldung erwünscht.

Für Freitag abend, den 27. September. haben wir in einem Restaurant in der Innenstadt Plätze vorbestellt. Anmeldung erwünscht.

Veranstalter

Interdisziplinäre Studiengesellschaft e.V. (gegr. 1947)
Nymphenburgerstr. 47
80335 München
Tel. 089-54344974
Email: info@studiengesellschaft.de

70. Jahrestagung — Visionen statt Illusionen

Die Anmeldung und allgemeine Informationen finden Sie hier.

visionen-illusionen

27.9. – 29.9. 2013 in Halle / Saale


„Der einzig wahre Realist ist der Visionär.“

Frederico Fellini (Regisseur, 1920-1993)

„You may say I am a dreamer but I am not the only one.“
John Lennon, (Musiker, 1940-1980)

„Wer eine Vision hat, der soll zum Arzt gehen.“
Helmut Schmidt (Bundeskanzler von 1974-1982)

Die drei Zitate verweisen auf unterschiedliche Sichtweisen zum Thema „Visionen“. Im Gegensatz zu Illusionen (dem Wunschdenken entsprechenden Selbsttäuschungen) sind Visionen realisierbare Vorstellungen in Bezug auf die Zukunft.

Welche Visionen haben wir am Beginn des 21. Jahrhunderts? Wie spiegelt sich in Visionen die globale Realität wieder? Eine Woche nach der Bundestagswahl werden auf der 70. Jahrestagung der Interdisziplinären Studiengesellschaft Visionen zu verschiedenen Lebensbereichen vorgestellt und entwickelt.

Die Tagung konzentriert sich auf wünschens- und lebenswerte Stadtentwicklungen, eine zukunftsfähige Mobilität, eine humane Arbeitswelt, eine bezahlbare Gesundheitsversorgung für alle und besonders auf die digital vernetzte Gesellschaft. Zentral ist hierbei die Frage, ob eine neue Vorstellung von der „Natur des Menschen“ notwendig ist, um Individuen, Gruppen und Gesellschaften in den Stand zu setzen, die Herausforderungen der Zukunft (welche das auch immer sein werden) zu bewältigen. Das sind Themen, zu denen Thomas Morus bereits 1516 im Band „Utopia“ Vorstellungen entwickelt hat – von den Städten, von den Obrigkeiten, vom Verkehr untereinander, von den Reisen –, die nichts von ihrem visionären Potential eingebüßt haben.

Aufbauend auf den vorausgegangenen Tagungen der ISG bietet die 70. Tagung die Chance, visionäre Gedanken zu entwickeln und sie auf ihre Realisierungsmöglichkeiten zu prüfen. Angesichts der Herausforderungen der Zukunft gilt es auch, politische Illusionen zu dekruvieren, so dass das Tagungsmotto „Visionen statt Illusionen“ konkrete Gestalt annimmt.

 

Freitag, 27. September 2013

13:00 | Registrierung der Teilnehmer 

14:00 | Eröffnung der Tagung und Grußworte
Dieter Korczak, Vorsitzender der ISG und Gunnar Berg, Prof. Dr. rer.nat.habil Dr.-Ing, Vizepräsident der Leopoldina (Nationale Akademie der Wissenschaften)

14:30 | Die klassische Utopietradition und die  Herausforderung des Transhumanismus
Prof Dr. Richard Saage, Politikwissenschaftler, Universität Halle-Wittenberg
Richard Saage war von 1992 bis 2006 Professor für Politische Theorie und Ideengeschichte am Institut für Politikwissenschaft der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Er hat die moderne Utopiediskussion in Deutschland wesentlich mit seiner 1991 veröffentlichten Studie über die Politischen Utopien der Neuzeit geprägt.

16:00 | Kaffeepause

16:15 | Die Zukunft der Stadt – Die Stadt der Zukunft
Prof. Dr. Talja Blokland, Humboldt-Universität Berlin
Talja Blokland ist eine niederländisch-deutsche Soziologin und Stadtforscherin. Innerhalb der Stadtforschung liegt ihr Fokus auf städtischer Ungleichheit und Marginalisierungsprozessen. Ebenso forscht sie zu Nachbarschaftswandel und -zusammenhalt sowie zu den Auswirkungen dieser Prozesse auf das Sicherheitsempfinden von Stadtbewohnern.

17:45 | Ende des ersten Tages

18:00 | Mitgliederversammlung der ISG

 

Samstag, 28. September 2013

9:15 | Der Neue Mensch – Notwendigkeit oder Obsession?
Prof. Dr. Helmwart Hierdeis, Erziehungswissenschaftler und Psychoanalytiker
Helmwart Hierdeis geht in seinen Überlegungen davon aus, dass der „neue Mensch“ wohl beides sein wird: „triebgesteuerter“ Egoist und potenzieller „Mörder“ und im Rahmen seiner jeweiligen Kultur auf einem schmalen Grat des Sozialverträglichen ständig Optimierungsvorstellungen hinsichtlich seiner selbst und seiner Umwelt entwickelt.

11:00 | Kaffeepause

11:15 | Kosten des Verkehrs für die Gesellschaft – Sind sie gerecht?
Thilo Becker, Graduiertenkolleg, Technische Universität Dresden
Thilo Becker ist seit 2009 Doktorand am Lehrstuhl für Verkehrsökologie der Fakultät Verkehrswissenschaften „Friedrich List“ an der TU Dresden. Schwerpunktmäßig beschäftigt er sich mit den Lärmimmissionen, Luftschadstoffen und Klimawirkungen des Verkehrs. Er hat eigene Ansätze zur Monetarisierung dieser externen Effekte entwickelt und untersucht nachhaltige Verkehrskonzepte.

12:45 | Mittagspause

14:00 | Die Netzwerkgesellschaft – reale Virtualität, Potentiale und Risiken
Julia Schramm, Doktorandin im Fach Politologie an der Humboldt Universität Berlin
Julia Schramm hat 2012 das Buch „Klick mich. Bekenntnisse einer Internetexhibitionistin“ veröffentlicht. In ihrem Vortrag wird sie auf die Verwerfung der Gesellschaft eingehen, die durch die Verbreitung und Nutzung der digitalen Medien entstanden ist.
Es geht um die Überlagerung von Realität und Virtualität, die permanente Vernetzung, den angemessenen Umgang mit den Herausforderungen und Chancen der digital vernetzten Gesellschaft.

15:30 | Kaffeepause

16.00 |  Laser cutter trifft Ernst Bloch: Open Design als konkrete Utopie
Christoph Schneider, Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse, Karlsruhe
Christoph Schneider promoviert über „Konkrete Utopien einer offenen Technologie“. Er wird darstellen, wie sich in Projekten des Open Designs ein utopisches Moment realisiert. Diese Projekte experimentieren mit der kollaborativen und offenen Gestaltung und Nutzung materieller Dinge mittels des Internet. Was bedeutet es, Open Design als konkrete Utopie zu verstehen? Wieso macht es Sinn, Bloch, den Philosophen der Utopie und die Möglichkeiten des Internet in Kontakt zu bringen?

17:30 | Ende der zweiten Session

19:00 | Gesellschaftsabend der ISG

 

Sonntag, 29. September 2013

10:00 | Quo vadis Gesundheitswesen, Gesundheitswirtschaft und Medizin?
Dr. Dieter Korczak, Soziologe, München,
Prof. Dr. Jörg Baltzer, Mediziner, Krefeld
Dieter Korczak, Dr. rer.pol., Soziologe, leitet ein sozialwissenschaftliches Forschungsinstitut in München. Seit vielen Jahren befasst er sich mit medizinsoziologischen und gesundheitspolitischen Themen, vor allem auch mit Trends im Gesundheitswesen und hat dazu zahlreiche Gutachten und Veröffentlichungen vorgelegt.
Jörg Baltzer, Prof. Dr. med., stellvertretender Vorsitzender der ISG, ist Gynäkologe und leitete 17 Jahre die Frauenklinik im Klinikum Krefeld. Mit rund 500 wissenschaftlichen Publikationen und sechs Fachbüchern gehört er zu den weltweit anerkannten Experten der Geburtshilfe und Frauenheilkunde.

11:00 | Offene Abschlussdiskussion

13:00 | Tagungsende

Die Anmeldung und allgemeine Informationen finden Sie hier.

69. Jahrestagung — Schamlos

Hier finden sie das Programm und die Anmeldung als PDF.

 

Scham ist eine existentielle Grunderfahrung, ein Archetypus (C.G.Jung). Nacktheit, Sexualität, Defäkation, Körpergeräusche, Körpergeruch sind seit Jahrtausenden schambesetzt.

In der Antike, beispielsweise in der stark auf äußere Anerkennung fixierten Ideologie der römischen Oberschicht, ist /pudor/, „Scham“, „Schamgefühl“, das Gegenteil der stets angestrebten gesellschaftlichen Achtung. Die Scham ist, zugespitzt formuliert, die Reaktion auf gesellschaftliche „Ächtung“, und zwar unabhängig davon, ob der sich Schämende an der Diskreditierung selbst schuld ist oder nicht. Scham reflektiert das Reibungsverhältnis von öffentlicher und subjektiver Moral.

Heute wird in breitem Maße die Schamlosigkeit auf die Spitze getrieben. Gesellschaftlich, politisch, ökonomisch und im individuellen Verhalten scheinen alle Tabus und alle moralischen Grenzen gefallen zu sein. Wer heute von schmerzlichen Gefühlen geplagt wird und diese aufarbeiten möchte, hat die Wahl zwischen Beichtstuhl, Psychotherapeut und Talkshow. Seelischer Exhibitionismus und Schamlosigkeit, wie sie im RTL-Dschungelcamp praktiziert werden, bannt die Zuschauermassen an den Fernsehbildschirmen. Die Schamlosigkeit, mit der Politiker sich alimentieren lassen, macht fassungslos. Auch Deutschland ist nicht ohne Korruption, dem schamlosen Missbrauch von Vertrauensstellungen.

Als Hüterin menschlicher Würde hat die Scham die Aufgabe, Nähe und Distanz zu den Mitmenschen zu regeln. Angst-, Unsicherheits- und Minderwertigkeitsgefühle, Beschmutzung, Demütigung, hilflose Abhängigkeit und die Verletzung des Selbst, aber auch eigene Schuld, führen zur Scham. Wie gehen wir damit um? Was bedeutet das für die Regeln unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens? Entwickeln wir uns zu einer völlig schamlosen Gesellschaft oder schwingt das Pendel bereits zu einer neuen Form der Prüderie? Sind wir Zeitzeugen einer repressiven Entsublimierung der Scham?

Auf der 69. Jahrestagung der ISG setzen sich daher Politiker und Juristen, Künstler und Psychoanalytiker, Philosophen und Theologen, Alt- und Neuphilologen mit Scham, Schamlosigkeit, Schuld und Ekel auseinander. Die Auseinandersetzung mit Scham als einem menschlichen Gefühl führt zur Frage nach uns selbst, zu unserem Verhältnis zu den anderen und nach der gesellschaftlichen Bedeutung von Scham.

München, im März 2011
Dr. Dieter Korczak
1. Vorsitzender der ISG

 

Freitag, 28. September 2012

  • 14:00 Eröffnung der Tagung — Dieter Korczak
  • 14:30 Schamlosigkeit in der Politik — Herta Däubler-Gmelin
  • 16:00 Kaffeepause
  • 16:30 Die Schamlosigkeit der Korruption — Edda Müller
  • 18:00 Ende des ersten Tages
  • 18:15 Mitgliederversammlung

 

Samstag, 29. September 2012

 

  • 09:30 Pudor. Zum Begriff der Scham in der römischen Antike — Karl-Wilhelm Weeber
  • 11:00 Zur Logik der Scham – eine aristotelische Analyse — Thomas Nisters
  • 12.30 – 14.00 Mittagspause
  • 14:00 Der schamlose Gott und sein Männerbund – Wotans Weg zur Erkenntnis, auf dem Rücken von Frau, Kind und Kindeskind — Selcuk Cara
  • 15:00 Scham und Schuld aus psychoanalytischer Sicht — Renate Remmler
  • 16:00 Scham, Schamlosigkeit und Schuld aus religiöser Sicht — Konrad Hilpert
  • 17:00 Interaktive Workshops zum Thema mit den Referenten/innen
  • 18:00 Uhr Ende des zweiten Tages
  • 19:30 Gesellschaftsabend der ISG

 

 

Sonntag, 30. September 2012

  • 10:00 Scham und Ekel in Literatur und den Medien — Jürgen Wertheimer
  • 11.30 Schlussdiskussion im Plenum / Formulierung einer Pressemitteilung

 

Referenten/innen

Selcuk Cara, freischaffender Opernsänger, Bass-Bariton, Promovend zum Thema: Wotans Familie – Verfall der Familienstrukturen in Richard Wagner’s Ring-Tetralogie

Prof. Dr. Herta Däubler-Gmelin, MdB (1972-2009), Bundesjustizministerin (1998-2002), Gastprofessorin an der RWTH Aachen, Honorarprofessorin FU Berlin

Prof. Dr. Konrad Hilpert, Katholischer Theologe, Lehrstuhlinhaber für Moraltheologie an der LMU München, Mitglied des Ethikrats der Landesregierung Bayern

Dr. Dieter Korczak, Soziologe/Volkswirt, Leiter des Instituts- für Grundlagen- und Programmforschung, GP Forschungsgruppe, in München, 1. Vorsitzender der ISG

Prof. Dr. Edda Müller, Politikwissenschaftlerin, Vorsitzende Transparency International Deutschland, Honorarprofessorin Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer“, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverband (2001-2007), Umweltministerin in Schleswig-Holstein (1994-96)

Dr. Thomas Nisters, Privatdozent für (Praktische) Philosophie und ihre Didaktik, Studienrat im Hochschuldienst, Philosophisches Seminar der Uni Köln

Dipl. –Psychologin Renate Remmler, arbeitet seit 25 Jahren in eigener Psychologischer Psychotherapie-Praxis in Köln

Prof. Dr. Karl-Wilhelm Weeber, Lehrbeauftragter für die Didaktik der Alten Sprachen Ruhr-Universität Bochum, Honorarprofessor für Alte Geschichte Uni Wuppertal

Prof. Dr. Jürgen Wertheimer, Hochschullehrer für Neuere deutsche Literaturwissenschaft und Komparatistik an der Universität Tübingen

 

68. Jahrestagung — Das Leben in der Ambivalenz

Anmeldung und Kosten

Bitte laden Sie dieses PDF herunter, um weitere Informationen zu der Tagung zu erfahren.

Programm

Freitag, 23. September 2011

  • 14:00    Eröffnung der Tagung (Dieter Korczak)
  • 14:15    Die Ambivalenz des Fortschritts (Anton Lerf)
  • 15:30    Kaffeepause
  • 16:00    Wissenschaft als Zierrat. Zur öffentlichen Wahrnehmung wissenschaftlicher Verantwortung nach dem Fall von [Dr.] zu G. (Ulrich Bartosch)
  • 18:00    Ende des ersten Tages
  • 18:15     Mitgliederversammlung

Samstag, 24. September 2011

  • 09:30    Menschen als „homines ambivalentes“ (Kurt Lüscher)
  • 11.00    Der Geist ist willig und das Fleisch ist schwach (Stephan Siemens)
  • 12:00     Mittagspause
  • 14:00    Phantasmen der Perfektion (Holger Schulze)
  • 15:00    Die individuelle Verarbeitung der Wirklichkeit eines Lebens in der Ambivalenz (Selcuk Cara)
  • 16:00 Kaffeepause
  • 16:30    Koketterie – Lust oder „Logik“? Zur Ambivalenz des Weiblichen in den Märchen der Brüder Grimm (Hartwig Frankenberg)
  • 17:30     Das Lob der Lüge (Hilmar Klute)
  • 18:30    Ende des zweiten Tages
  • 19:30    Gesellschaftsabend der ISG

Sonntag, 25. September 2011

  • 10:00    Robert Musil und die passive Phantasie unausgefüllter Räume (Irma Hanke)
  • 12:30     Ende der Tagung

Referenten/innen

  • Dr. phil. Ulrich Bartosch, Professor für Pädagogik an der Fakultät für Soziale Arbeit der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, Vorsitzender der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler (VdW)
  • Selcuk Cara, freischaffender Opernsänger, Bass-Bariton, lebt in Köln. Promovend zum Thema „Wotans Familie“ – Verfall der Familienstrukturen in Richard Wagners Ring-Tetralogie, Autor der Theaterstücke „Das Bootcamp“ und „Wilhelm Weitling-Gefangen zwischen Gott und Kommunismus“
  • Dr. phil. Hartwig Frankenberg, Professor emeritus für Design und Kommunikationstheorie FH Augsburg, freier Autor und Kommunikationsberater, Mitglied der Europäischen und Schweizer Märchengesellschaft, lebt in Düsseldorf
  • Dr. Irma Hanke, Professor emeritus LMU München, Politik- und Literaturwissenschaftlerin, lebt in Tutzing
  • Hilmar Klute, Journalist, ist Redakteur bei der Süddeutschen Zeitung in München und schreibt Kriminalromane (zuletzt: HerzKammerJäger, 2008)
  • Dr. rer.pol. Dieter Korczak, Soziologe, 1. Vorsitzender der Interdisziplinären Studiengesellschaft, leitet ein sozialwissenschaftliches Forschungsinstitut in München, befasst sich u.a. mit Gesundheitsthemen, Armut und Reichtum, Korruption
  • Dr. rer.nat Anton Lerf, Chemiker, tätig im Walther-Meißner-Institut der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, apl. Professor an der Technischen Universität München
  • Dr. rer.pol. Kurt Lüscher, Soziologe, Professor emeritus der Universität Konstanz, lebt in Bern. Er befasst sich in soziologischer und interdisziplinärer Perspektive mit der theoretischen, empirischen und praktischen Tragweite des Konzepts der Ambivalenz.
  • Dr. phil. Holger Schulze ist Privatdozent für die Historische Anthropologie des Klangs an der Universität der Künste Berlin
  • Stephan Siemens (Köln) arbeitet als freier Philosoph im „Club Dialektik“. Er befasst sich vornehmlich mit Problemen der dialektischen Philosophie ( Platon, Hegel, Marx).

67. Jahrestagung – EMOTIONEN, HANDELN UND NACHHALTIGKEIT

Denn sie tun nicht, was sie fühlen

67. Jahrestagung der Interdisziplinären Studiengesellschaft
Kulturhauptstadt ESSEN
24. – 26. September 2010

Tagungsankündigung ISG Tagung Essen

Programmentwurf

Freitag, 24.9.2010

14:00 Uhr Eröffnung der Tagung
Eckard Uhlenberg, Umweltminister NRW (angefragt)
Franz-Josef Britz, 2. Bürgermeister der Stadt Essen
Dieter Korczak, 1. Vorsitzender der ISG

14:45 Lust auf Zukunft
Martina Eick, Umweltbundesamt Dessau

15:30 Kaffeepause

16:00 Emotionalität und Rationalität beim Konsumieren – Zu einer Theorie des kultivierten Produkts
Hans-Ulrich Baumgarten, Universität Düsseldorf/ NRW Landtagsfraktion

17:00 Ökologische Intelligenz und soziale Erwünschtheit
Dieter Korczak, Institut für Grundlagen- und Programmforschung, München

18:00 Ende des ersten Tages

18:15 Mitgliederversammlung

Samstag, 25.9.2010

10:00 Zum Verhältnis zwischen der emotionalen und der kognitiven Komponente im Verhaltensrepertoire des Menschen
Max Liedtke, Emeritus Universität Erlangen-Nürnberg

11.00 Die emotionalen Schwierigkeiten der Naturwissenschaftler mit dem Leitbild „Nachhaltigkeit“
Anton Lerf, Technische Universität München

12:00 Mittagspause

14:00 Vorsatz, Wille, Bedürfnis Nachhaltige Schlussfolgerungen aus Kurt Lewin’s Motivationspsychologie
Marianne Soff, Pädagogische Hochschule Karlsruhe

15:00 Erfindungen und Innovationen als nachhaltiger Impulsgeber für das Ruhrgebiet
Hans-Georg Torkel, Bildungsbewegung KIT-Initiative, Deutscher Erfinderverband

16:00 Kaffeepause

16:30 Wie verändert sich die Ästhetik von Architektur durch nachhaltiges Bauen?
Ulf Jonak, Universität Siegen

17:30 Familienfeste und ihre rituelle Bedeutung für eine nachhaltige Sozialkultur
Hartwig Frankenberg, Aitrang

18:30 Uhr Ende des zweiten Tages

19:30 Gesellschaftsabend der ISG

Sonntag, 26.9.2010

10:00 Podiumsdiskussion:
Nihil Nocere Plädoyer für ein nachhaltiges Gesundheitssystem
Eberhard Göpel, HS Magdeburg-Stendahl (angefragt)
Diagnostik und Behandlung – Nachhaltigkeit in der Medizin?
Jörg Baltzer, 2. Vorsitzender der ISG
Priorisierung in der Medizin
Jörg-Dietrich Hoppe, Bundesärztekammer (geplant)

12:30 Ende der Tagung

Referenten/innen

Martina Eick, Wissenschaftliche Mitarbeiterin  im Umweltbundesamt

Hans-Ulrich Baumgarten, Professor für Philosophie an der Universität Düsseldorf und kulturpolitischer Referent der CDU-Landtagsfraktion

Dieter Korczak, promovierter Soziologe und Leiter der GP Forschungsgruppe in München

Max Liedtke, Pädagoge, Emeritus der Universität Erlangen-Nürnberg und ehemaliger Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats des Vereins für Ökologie und Umweltforschung

Anton Lerf, Professor für Chemie an der Technischen Universität München

Marianne Soff, promovierte Psychologin, Oberrätin an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe und Vorstandsmitglied der Gesellschaft für Gestalttherapie

Hans-Georg Torkel, Diplom-Ingenieur, Oberstudiendirektor und Schulleiter am Berufskolleg für Technik und Informatik in Neuss, Gründer der KIT-Initiative

Ulf Jonak, Architekt, Ingenieur, Künstler und Emeritus der Universität Siegen

Hartwig Frankenberg, promovierter Philologe, Design- und Kommunikationstheoretiker

Jörg Baltzer, Gynäkologe, ehemaliger Leiter der Frauenklinik im Klinikum Krefeld

66. Jahrestagung -SPURENSUCHE

Erfurt (Mercure Hotel Erfurt-Altstadt)

25. – 27. September 2009

Allgemeine Information

Was sind Spuren? Wodurch sind Spuren gekennzeichnet, worüber geben sie Aufschluss, was ist aus ihnen abzulesen, worauf verweisen sie?

Spuren entstehen unwillkürlich, aber sie können auch absichtlich gelegt werden. Sie sind die „fortbestehende Präsenz eines Restes“, wie es der französische Philosoph Derrida formuliert hat. Spuren sind nicht selbsterklärend, sondern ihr Verständnis ist davon abhängig, wie sie rekonstruiert und interpretiert werden. Erst die Beschäftigung mit Spuren verleiht ihnen ihre Bedeutung. Sie repräsentieren Vergangenes, dienen der Erklärung und dem besseren Verständnis von Gegenwärtigem und sind Inspiration und Anhaltspunkte für zukünftiges Geschehen.

Die Frage nach dem Verhältnis einer Gesellschaft zur Spur beinhaltet somit auch immer die Frage nach dem Umgang mit Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Die heute lebenden Menschen hinterlassen so vielfältige Spuren wie nie zuvor. Dies gilt für die Dokumentation von Entäußerungen in Print-, audiovisuellen und elektronischen Medien sowie dem Internet gleichermaßen. Die Techniken der Spurensuche ermöglichen Fossilien- und archäologische Funde, kriminologische Aufklärungen und Entschlüsselungen der DNA in unvorstellbarer Präzision. Spurenlesen ist Informations- und Wissenserzeugung. Spurenrückverfolgung und Spurensicherung stellen deshalb jede Gesellschaft vor immense politische, ethische und sicherheitstechnische Herausforderungen.

Die 66. Jahrestagung der Interdisziplinären Studiengesellschaft widmet sich deshalb der Spurensuche und dem Spurenlesen. Es geht im Tagungsprogramm um die Entstehung von ethischen Werten und ihrer Anwendung und Umsetzung in der Gegenwart. Es geht um den verantwortungsvollen Umgang mit Spuren und den Schutz der Privatsphäre. Es geht um die Ermittlung von Spuren im Körper und in der seelischen Befindlichkeit von Menschen. Vor allem geht es aber auch darum, aus den Spuren der Vergangenheit und den Geschehnissen der Gegenwart zukunftsfähige und nachhaltige Schlussfolgerungen zu ziehen.

Dr. Dieter Korczak | 1. Vorsitzender


Freitag, 25.09.2009

Vergangenes
Beginn: 14.00 Uhr

14.00 | Eröffnung der Tagung
Dr. Dieter Korczak, 1. Vorsitzender der ISG

14.15 | Grußwort
Bernward Müller, Kultusminister Thüringen (vorgesehen)

14.30 | Grußwort
Andreas Bausewein, OB Erfurt (vorgesehen)

14.45 | Spur als philosophische Metapher
Prof. Dr. Bärbel Frischmann, Universität Erfurt, anschließend Diskussion

16.00 | Pause

16.30 | Dem Samariter über die Schulter schauen – Eine kritische
Betrachtung des Utilitarismus
Dr. Frank Ahlmann, Zentrum für Ethik der Universität Kiel,
anschließend Diskussion

18.00 | Ende der 1. Session

18.15 | Mitgliederversammlung

Samstag, 26.09.2009

Gegenwärtiges
Beginn: 9.30

9.30 | Spuren im Datennetz – der Schutz der Privatsphäre
Marit Hansen, Unabhängiges Zentrum für Datenschutz
Schleswig-Holstein, anschließend Diskussion

10.45 | Pause

11.00 | Die neue Weltwirtschaftskrise: Am Beginn der Talsohle
des „Langen Zyklus“
Dr. Stefan Schulmeister, Österreichisches Institut für Wirtschafts­forschung Wien, anschließend Diskussion

12.15 | Seelische Spuren: Spurensicherung in der psycho­analytischen Praxis
Prof. Dr. med. Cornelia Krause-Girth, Hochschule Darmstadt,
anschließend Diskussion

13.00 | Mittagspause

14.15 | Umweltspuren im Körper – Hormonell wirkende Chemikalien
Dr. Marike Kolossa-Gehring, Umweltbundesamt Dessau-Rößlau,
anschließend Diskussion

15.30 | The clock of the Long Now – Spuren des langfristigen
Denkens
Prof. Dr. phil.  Holger Schulze, Universität der Künste Berlin, anschließend Diskussion

16.45 | Pause

17.00 |  Befremdend nah. Deutsche Vergangenheit bespiegelt
Dörte Wehmeyer, Künstlerin, Köln und Mallorca

18.00 | Ende der 2. Session

19.30 | Gesellschaftsabend der ISG

Sonntag, 27.09.2009

Zukünftiges
Beginn: 10.00

10.00 | Lesung: Schweigen die Täter, reden die Enkel
Uwe von Seltmann, Journalist und Schriftsteller, Leipzig und Krakau

10.30 | Pause

11.00 | Podiumsdikussion: Die Spuren der Gegenwart bestimmen nachhaltig das Bild der Zukunft
Dörte Wehmeyer, Uwe von Seltmann, Sebastian von Johnston (Zeitgeschichtler, München), Stephan Siemens (Philosoph, Köln)

13.00 |  Tagungsende

Informationen

über Referentinnen und Referenten

Bärbel Frischmann, Prof. Dr., ist Inhaberin des Lehrstuhls für Geschichte der Philosophie II des Seminars für Philosophie an der Universität Erfurt

Frank Ahlmann, Pastor Dr. theol., ist wissenschaftlicher Angestellter am interdisziplinären Zentrum für Ethik der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Marit Hansen, Informatikerin, ist stellvertretende Datenschutzbeauftragte des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz Schleswig-Holstein in Kiel

Marike Kolossa-Gehring, Dr. rer. nat.,  ist Leiterin des Fachgebiets „Toxikologie, humanbezogene Umweltbeobachtung“ im Umweltbundesamt in Dessau-Rößlau

Cornelia Krause-Girth, Prof. Dr. med., Psychoanalytikerin, Lehrstuhl für Klinische Psychologie an der Hochschule Darmstadt

Stephan Schulmeister, Mag. rer. soc. oec.,  Dr. jur., ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung in Wien

Holger Schultze, PD Dr. phil.,  ist Stiftungsprofessor für Historische Anthropologie des Klangs an der Universität der Künste Berlin

Stephan Siemens arbeitet als freier Philosoph im „Club Dialektik“
in Köln

Sebastian von Johnston, Zeitgeschichtler, war Lektor beim Ullstein- und Melzer-Verlag und ist auf einem schlesischen Schloss aufge­wachsen

Uwe von Seltmann, Journalist, Ex-Chefredakteur der sächsischen Wochenzeitung „Der Sonntag“, Autor von „Schweigen die Täter, reden die Enkel“ (2006)

Dörte Wehmeyer, Magister, Konzeptkünstlerin, Psycholinguistin, Studium der Bildhauerei bei Wolf Glossner, seit 1995 freischaffende Künst­lerin


Allgemeine Informationen

Veranstalter
Interdisziplinäre Studiengesellschaft  e.V. (ISG),
1. Vorsitzender Dr. Dieter Korczak, Nymphenburger Str. 47,
80335 München, www.studiengesellschaft.de

Tagungsorganisation und Tagungsbüro

Daniela Eiden, Münchener Straße 24, 85368 Moosburg,
Tel.: 08761/ 604 60, Fax: 08761/ 8487, Handy: 0171/ 7311 722
Email: daniela.eiden|at|moosburg.org (bitte das |at| durch @ ersetzen)
Tagungsbüro in Erfurt ab 24.09.2009 unter 0171/ 7311 722

Ort und Zeit
Die Tagung findet vom Freitag den 25.09.2009 ab 14 Uhr bis Sonntag, den 27.09.2009 bis ca. 13 Uhr im Mercure Hotel Erfurt Altstadt, Meienbergstraße 26–27, 99084 Erfurt, Tel.: 0361/ 59 49-504, statt.

Tagungsgebühren
Für Mitglieder
60,- € / Person für die gesamte Tagung
40,- € Tageskarte / Person nur Samstag
30,- € Tageskarte / Person nur Freitag oder nur Sonntag
Für Gäste
130,- € / Person für die gesamte Tagung
40,- € Tageskarte / Person nur Freitag oder nur Sonntag
80,- € Tageskarte / Person nur Samstag
Für Studenten und Schüler (m. Nachweis)
40,- € / Person die gesamte Tagung
10,- € Tageskarte / Person nur Freitag oder nur Sonntag
20,- € Tageskarte / Person nur Samstag

Geselliger Abend
Er findet am Samstag, den 26. September ab 19.30 Uhr im Tagungshotel, statt. Der Preis pro Person beträgt 40,- € ohne Getränke.

Bezahlung
Wir bitten um Überweisung des Tagungsbeitrages und des Beitrages für den Geselligen Abend auf das Konto Nr. 136600500, BLZ 370 100 50 bei der Postbank Köln.
Die Anmeldungen werden ab Eingang auf dem Konto berücksichtigt. Bei Rücktritt bis 27.8.2009 wird der Tagungsbeitrag erstattet.

Hotels
In folgenden Hotel wurden Zimmer vorbestellt:
**** Mercure Hotel Erfurt Altstadt, Meienbergstraße 26–27,
99084 Erfurt, Tel.: 0361/ 59 49-504
Der Preis mit Frühstück im EZ beträgt pro Nacht und Zimmer 97,- € (Straßenseite) und 109,- € (Innenhof) , im DZ 125,- € (Straßenseite) und 137,- € (Innenhof)
*** Hotel IBIS, Barfüßerstr. 9, 99084 Erfurt, Tel.: 0361/ 66410
Der Preis mit Frühstück im EZ beträgt 79,- € , im DZ 89,- € pro Nacht und Zimmer

Wir bitten zu beachten, dass die Reservierung verbindlich ist. Die Zimmer werden direkt bezahlt. Bei einer evt. Stornierung der Tagung bitten wir zu beachten, dass die Reservierung des Hotels vom Tagungsteilnehmer selbst rückgängig gemacht werden muss. Für evt. entstehende Kosten haftet die ISG nicht.

Wir möchten außerdem darauf hinweisen, dass die vereinbarten Sonderkonditionen für die Hotels nur für einen begrenzten Zeitraum gelten, daher empfiehlt es sich, Ihre Anmeldung möglichst schnell an uns per Post (Antwortkarte) oder per Email an daniela.eiden|at|moosburg.org abzuschicken.

Rahmenprogramm
Stadtführung in Erfurt am Freitag, den 25.09.2009 um 9.45 Uhr ,
Treffpunkt: Tagungshotel. Anmeldung erwünscht.

Für Freitag, den 25. September. haben wir in einem Restaurant in der Erfurter Altstadt Plätze vorbestellt. Anmeldung erwünscht.

Anfahrt
Beide Hotels befinden sich in der Stadt, in der Nähe des Bahnhofs. In den Hotels sind Parkmöglichkeiten vorhanden.

65. Jahrestagung – Toleranz – Begebung der Kulturen

TOLERANZ – Begegnung der Kulturen

3.-5.Oktober 2008

Bonn, Leoninum

weiter zum Programm


Allgemeine Information

oleranz gehört zu den Konstitutionsmerkmalen der Interdisziplinären Studiengesellschaft. In der Satzung der ISG ist verankert, dass die Entwicklung und Stärkung des Engagements für Toleranz, Humanität und Verantwortung der Vereinszweck ist.
Deshalb ist es nur konsequent, wenn sich die 65. Jahrestagung der ISG diesem Thema widmet. Die Begegnung der Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen ist zunächst immer tastend und vorsichtig. Die Erwartungen, die Rollen, Normen und Verhaltensmuster des jeweils anderen sind unbekannt und müssen erst erlernt und begriffen werden. Wenn eine vorurteilsfreie Auseinandersetzung mit anderen Kulturkreisen beginnt, dann ist sie immens bereichernd. Die Vielfalt unserer Erde drückt sich nicht nur in den unterschiedlichsten Biotopen, sondern auch in den verschiedenen Soziotopen aus. Noch Anfang des 20. Jahrhunderts musste man beschwerliche und langwierige Reisen unternehmen, um fremde Länder zu besuchen. Heinrich Harrer, Margret Mead, Ernest Hemingway, Rudyard Kipling, Jack London, Mark Twain, Sven Hedin, Egon Erwin Kisch, sie alle reisten, um neue Eindrücke zu erhalten, fremde Landschaften und Kulturen kennen zu lernen und sie beschrieben ihre Reiseerfahrungen für die Daheimgebliebenen. Paul Klee, Max Ernst und Pablo Picasso haben für sich die afrikanische Kunst entdeckt. Sie wurden davon derart inspiriert, dass sie die klassische Moderne geprägt haben. Heute suggeriert die Omnipräsenz der Medien, dass alles über jeden Winkel der Erde bekannt ist. Dies sind jedoch bestenfalls Informationen aus zweiter Hand, zumeist jedoch homogenisierte, pasteurisierte und kondensierte Mitteilungen aus dritter oder vierter Hand.
Deshalb soll die Tagung helfen, Augen, Ohren und Herzen zu öffnen für die Bereicherungen, die Kulturen und Gesellschaften durch die Begegnung mit anderen gesellschaftlichen Paradigmata und Konstruktionen erfahren kann. Die moderne Zivilgesellschaft sollte sich wieder auf Offenheit und vorurteilsfreies Interesse besinnen, statt Ressentiments, Angst, Kontrolle und Restriktionen zu kultivieren.

Dr. Dieter Korczak | 1. Vorsitzender


PROGRAMM

Freitag, 3.10.2007

ab 14.00 Uhr Begrüßung

  • Grußwort der Oberbürgermeisterin der Stadt Bonn Bärbel Dieckmann (angefragt)
  • Eröffnung der Tagung durch den 1. Vorsitzenden Dr. Dieter Korczak

14.30 Uhr Fremdheit – Entfremdung – Selbstentfremdung
Prof. em. Helmwart Hierdeis, Erziehungswissenschaftler/Psychoanalytiker, Diessen am Ammersee, anschließend Diskussion

15.30 Uhr Pause

16.00 Uhr Das globale Dorf – Wandel in der Welt und in den Medien im 21. Jahrhundert
Prof.em. Jan Tonnemacher, Kommunikationswissenschaftler, Feldafing, anschließend Diskussion

17.00 Uhr Kommunikation durch Geruchssignale im interkulturellen Vergleich
Dr. Thomas Markert, Entwickler neuer Kosmetikduftstoffe, Düsseldorf, anschließend Diskussion

anschl. Mitgliederversammlung (18.15)


Samstag, 4.10.2007

9.30 Uhr Die Verdrängung des Islam aus der europäischen Kultur – Nathan der Weise als Alternative?
Silvia Horsch, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Literatur- und Kulturforschung Berlin, anschließend Diskussion

10.30 Uhr Pause

11.00 Uhr Besonderheiten der gynäkologisch-geburtshilflichen Behandlung türkischer Migrantinnen
Prof. Dr. rer.nat. Dr. med. Mechthild Neises, Medizinische Hochschule Hannover, anschließend Diskussion

12.00 Uhr Nachhaltige Bildung für Straßenkinder – Das Beispiel Kolumbien
Prof. Hartwig Weber, Pädagogische Hochschule Heidelberg, anschließend Diskussion

13.00 Uhr Mittagspause

14.30 Uhr Homestories – Projekt des Essener Theaters zur Integration Jugendlicher
Thomas Laue, Chefdramaturg Essen

15.30 Uhr Lesung
Almut Baumgarten; Preisträgerin Else-Lasker-Schüler-Stücke-Preis 2008

16.30 Uhr Pause

17.00 Uhr Performance „Metamorphose“: weiß + schwarz = schwarz – weiß
Ingo Wegerl, Maler, Performancekünstler, Mönchengladbach

18.00 Uhr Ende

19.00 Uhr Gesellschaftsabend der ISG


Sonntag, 5.10.2007

10.00 Uhr Niederlagen und Erfolge in der Integrationspolitik
Thomas Kufen, Integrationsbeauftragter des Landes NRW

11.00 Uhr Roundtable mit Vertretern aus Himalaya, Afghanistan, Irak und Afrika
Moderation: Wolf Renschke, Deutschlandfunk
Die Vertreter aus den vier exemplarisch ausgewählten Regionen sollen die Horizonterweiterung verdeutlichen, die durch unterschiedliche kulturelle Einflüsse erfolgt.
Das Gebiet des Himalaya steht dabei für buddhistische Einflüsse, Afghanistan für das Leben, das im „Drachenläufer“ beschrieben wird, der Irak für die kulturelle Wiege Mesopotamien, Babylon und Assur, Afrika für die Maskenkultur, die Picasso und Max Ernst beeinflusst hat.

13.00 Uhr Tagungsende


ALLGEMEINE INFORMATION

Veranstalter
Interdisziplinäre Studiengesellschaft e.V. (ISG), 1. Vorsitzender, Dr. Dieter Korczak, Nymphenburger Str. 47, 80335 München

Tagungsorganisation und Tagungsbüro
Daniela Eiden, Münchener Straße 24, 85368 Moosburg, Tel.: 08761/ 604 60, Fax: 08761/ 8487, Handy: 0171/ 73 11 722 Email: daniela.eiden@moosburg.org
Tagungsbüro in Bonn ab 3.10.2008 unter 0171/ 73 11 722

Ort und Zeit
Die Tagung findet vom Freitag den 03.10.2008 ab 14 Uhr bis Sonntag, den 05.10.2008 bis ca. 13 Uhr in 53111 Bonn im Hotel Collegium Leoninum in der Noeggerathstr. 24 statt.

Tagungsgebühren
Für Mitglieder
60,00 € / Person für die gesamte Tagung
40,00 € Tageskarte / Person nur Samstag
30,00 € Tageskarte / Person nur Freitag oder nur Sonntag
Für Gäste
130,00 € / Person für die gesamte Tagung
40,00 € Tageskarte / Person nur Freitag oder nur Sonntag
80,00 € Tageskarte / Person nur Samstag
Für Studenten und Schüler (m. Nachweis)
40,00 € / Person die gesamte Tagung
10,00 € Tageskarte / Person nur Freitag oder nur Sonntag
20,00 € Tageskarte / Person nur Samstag

Geselliger Abend
Er findet am Samstag, den 04. Oktober ab 19 Uhr im Tagungshotel Collegium Leoninum, Noeggerathstr. 24, 53111 Bonn statt. Der Preis pro Person beträgt 40,00 € ohne Getränke.

Bezahlung
Wir bitten um Überweisung des Tagungsbeitrages und des Beitrages für den Geselligen Abend auf das Konto Nr. 136600500, BLZ 370 100 50 beider Postbank Köln.
Die Anmeldungen werden ab Eingang auf dem Konto berücksichtigt.
Bei Rücktritt bis 02.September 2008 wird der Tagungsbeitrag erstattet.

Hotels
In folgenden Hotels wurden Zimmer vorbestellt:
***** Hotel Collegium Leoninum, Noeggerathstr. 24 , 53111 Bonn
Der Preis im EZ beträgt 105,- € , im DZ 130,- € pro Nacht und Zimmer
*** Hotel Aigner, Dorotheenstr. 12, 53111 Bonn
Der Preis im EZ beträgt 59,- € , im DZ 77,- € pro Nacht und Zimmer

Wir bitten zu beachten, dass die Reservierung verbindlich ist. Die Zimmer werden direkt bezahlt. Bei einer evt. Stornierung der Tagung bitten wir zu beachten, dass die Reservierung des Hotels vom Tagungsteilnehmer selbst rückgängig gemacht werden muss. Für evtl. entstehende Kosten haftet die ISG nicht.
Wir möchten außerdem darauf hinweisen, dass die vereinbarten Sonderkonditionen für die Hotels nur für einen begrenzten Zeitraum gelten, daher empfiehlt es sich, Ihre Anmeldung möglichst schnell an uns abzuschicken.

Rahmenprogramm
Am Freitag, den 03.10. findet um 10 Uhr 30 eine Führung durch die Ausstellung in der Bundeskunsthalle, Museumsmeile, Friedrich-Ebert-Allee 4, 53113 Bonn „Die Barbaren und Rom – Europa zur Zeit der Völkerwanderung“ statt. Treff punkt ist der Eingang des Museums um 10 Uhr 15, Anmeldung erwünscht.
Für Freitag, den 03.10. haben wir in einem Restaurant Plätze vorbestellt, Anmeldung erwünscht.

Anfahrt
Beide Hotels befinden sich in der Stadt, in der Nähe des Bahnhofs. In
den Hotels sind Parkmöglichkeiten vorhanden.

64. Jahrestagung – Vom Traum zum Albtraum

Moderne Perspektiven der Psychoanalyse, Traumforschung, Philosophie, Soziologie und Kunst

19.-21.Oktober 2007

Bad Pyrmont

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Allgemeine Information

Der Traum ist ein Erlebnis im Schlaf und häufig Bestandteil von Phantasiewelten. Träume, Wunschträume, Tagträume können traumhaft schön sein. Sind sie es nicht, können sie Angst und Panik hervorrufen, kann der Traum zum Albtraum werden.

Träume sind einerseits das Skript unbewusster Verarbeitungsprozesse von Gegenwart und Vergangenheit, die assoziative Aneinanderreihung und Durchmischung verschiedenartigster Impulse. Andererseits spiegeln sich in ihnen visionäre Zukunftserwartungen, sowohl bei Utopisten (z.B. Morus, Campanella, Owen, Huxley) wie bei (politisch) aktiv handelnden Menschen (z.B. Martin Luther King ‚I have a dream’).

In der Arbeit von Psychiatern, Psychoanalytikern und Psychotherapeuten manifestiert sich die Kraft von Träumen und Albträumen am sichtbarsten – wenn etwa Albträume das Leben zur Qual werden lassen bzw. anzeigen, dass das ICH des Träumers oder der Träumerin nicht mehr Herr oder Herrin im Haus ist und längst fremde Wirklichkeiten eingedrungen sind.
Auf der gesellschaftlichen Ebene ließe sich sogar eine Chronologie von Träumen und Albträumen konstruieren:

  • in den 60er bis 80er Jahren der Traum von Wohlstand, Wirtschaftswunderland, sexueller Befreiung und technologischem Fortschritt und andererseits der Albtraum des ‚Kalten Kriegs’, Orwell’s ‚Big Brother’, der Roten Armee Fraktion und der Grenzen des Wachstums
  • Bis zur Jahrtausendwende der Traum des Neo-Liberalismus, von Glasnost und Perestroika, der deutschen Wiedervereinigung und Albträumen wie AIDS, Bürgerkriege, globaler Armut und Arbeitslosigkeit
  • Die Jahrtausendwende, mit Begeisterung gefeiert, war als Beginn eines grandiosen Zeitalters gedacht. Gekommen sind der 11. September, der globale Anti-Terror-Krieg, die Beschneidung von Bürgerrechten, Auseinanderdriften der gesellschaftlichen Schichten, Tsunami, Hurrikans und Klimawandel.

Die skizzierte Dialektik von Traum und Albtraum mit ihren individuellen und gesellschaftlichen Dimensionen ist ein hervorragendes Thema für die Jubiläumstagung der ISG, da diese wissenschaftliche Gesellschaft vor 60 Jahren in Bad Pyrmont gegründet wurde, um einer Wiederholung des Albtraum des Naziregimes und des 2. Weltkriegs entgegenzuwirken. Zu den Gründervätern gehörten u.a. der Psychiater Gustav Störring, der Philosoph Romano Guardini, die Psychologen Wilhelm Hische und Wolfgang Metzger, die Theologen Pastor Bodelschwingh und Pater Genorosus Marquardt.

Die Jubiläumstagung der ISG greift aktuelle Erkenntnisse aus der Traumforschung auf, spürt den Träumen und Albträumen in der Bewältigung des modernen Alltagslebens sowie deren Reflektion in Architektur und Kunst nach und versucht Antworten aus Medienwissenschaft, Spiritualität und Philosophie zu geben.


PROGRAMM

Freitag, 19.10.2007

ab 14.00 Uhr Begrüßung

  • Grußwort der Bürgermeisterin Elke Christina Roeder
  • Anmerkungen zur Gründung und den Gründervätern der ISG

ab 14.30 Uhr Einführungsseminar

  • Traum und Realisierung: Die Bedeutung von Übergängen
    Dr. Dieter Korczak, 1. Vorsitzender der ISG, München

    anschl. Kaffeepause

ab 15.30 Uhr Session Traum

  • Trialoggespräch mit Impulsreferaten
    Moderation: Michael Wilken
  • Traumdeutung und Affektkontrolle im Traum
    Dr. Heinrich Deserno, Psychoanalytiker, Sigmund-Freud-Institut Frankfurt
  • Psychobiologie des Traums
    Prof. Dr. em. Eckart Rüther, Psychiater, Göttingen und München
  • Traumtexte – der Traum als Text
    Prof. Dr.em. Helmwart Hierdeis, Psychotherapeut/Erziehungswissenschaftler, Diessen am Ammersee

    anschl. Mitgliederversammlung (18.15)


Samstag, 20.10.2007

ab 9.00 Uhr Session Leben

  • Moderation: Hans-Ulrich Baumgarten
  • Ängste und Albträume bei Schwangeren mit unklaren Befunden
    Prof. em. Dr. med. Jörg Baltzer, Gynäkologe, Krefeld
  • Ängste und Albträume bei Kindern und Jugendlichen
    Dr. Reinhard Schydlo, Kinderpsychiater, Düsseldorf

    anschl. Kaffeepause

  • Paarbeziehungen: Zwischen Traum und Albtraum
    Prof. Dr. Cornelia Krause-Girth
  • Alter als Albtraum: Altenheime und Sterbebegleitung
    Prof. em. Dr. theol. Dr. phil. Waldemar Molinski SJ, Moraltheologe, Wuppertal

ab 15.00 Uhr Session Kunst

  • Moderation: Frank Ahlmann
  • Sun City/ Sin City: Von der visionären Architektur zum architektonischen Albtraum
    Prof. Dipl.-Ing. Ulf Jonak, Architekt/Künstler, Siegen
  • Die Angst der Menschen vor dem Absturz
    Prof. em. Dr. Wolfgang Tunner, Psychologe/Künstler, Krahof/Niederösterreich

    anschl. Kaffeepause

  • Von Dämonen, Visionen und schönen Gesängen
    PD Dr. Monika Kritzmöller, Kultursoziologin, Prof. Dr. Hartwig Frankenberg, Kultursemiotiker/Bariton, Aitrang (Allgäu)

19.00 Uhr Geselliger Abend
mit dem Magier Joachim Hecker und seinen traumhaften Experimenten für Neugierige „Aus der Hexenküche der Naturwissenschaften“


Sonntag, 21.10.2007

ab 9.30 Uhr Session Albtraum

  • Moderation: Michael Schneider
  • Traum, Trauma und Trauer – Die Krise der Moderne und die Tragödie der Kultur
    Prof. Dr. Eveline Goodman-Thau, Rabbinerin, Jerusalem/Kassel

    anschl. Kaffeepause

  • Zum Selbstverständnis des Realitätsverständnisses – Ist der Begriff der Realität nichts als ein Traum ?
    Stephan Siemens, Philosoph, Köln

13.00 Uhr Tagungsende

63. Jahrestagung – Alles Nano, oder was?

Alles Nano – oder was?

Nanotechnologie: Anwendungen, Erwartungen und Auswirkungen auf die Gesellschaft

6.-8. Oktober 2006
München


Allgemeine Information

Schon heute ist überall Nanotechnologie vorhanden, ohne dass man sich dessen bewusst ist. Experten sagen ihr eine große Zukunft voraus: Bis ins Jahr 2015 werde die Nanotechnologie alle Industriebereiche beeinflussen, wenn nicht gar grundlegend verändern.
„Nano“ (griech.: Zwerg) werde uns nicht nur die Welt der allerkleinsten Dinge erschließen, sondern biete auch geradezu revolutionäre Möglichkeiten in der Elektronik, der Chemie, im Automobilbau, in der optischen Industrie oder im Gesundheitsbereich. Materie könnte vollkommen programmierbar werden. Solche bislang ungeahnten Wachstumsmärkte gelte es zu sichern und in entsprechende Forschung zu investieren. Gleichwohl gibt es auch weniger euphorische Stimmen: Würden an sich harmlose Stoffe zu ultrafeinen, nur einen millionsten Teil eines Millimeters kleinen Nanopartikeln umgewandelt, dann würden diese toxisch, und Mensch wie Umwelt schädigen.
Ethische und gesellschaftliche Folgen des verstärkten Einsatzes der Nanotechnologie sind bisher kaum erforscht worden. Dies betriff z.B. die Veränderung des Menschenbildes, der Körpergrenzen und des Verhältnisses Mensch/Maschine. Auch Fragen der Privatsphäre und des Datenschutzes werden hier berührt. Zu klären bleibt auch, welchen Handlungsbedarf militärische Anwendungen der Nanotechnologie mit sich bringen.
Nanotechnologie – also eine Zukunftstechnologie, mit der sich größte Hoffnungen, aber auch ebensolche Vorbehalte verbinden? Mit solchen kontroversen Positionen wollen wir uns auf unserer 63. Jahrestagung beschäftigen – mit dem Ziel, mehr Transparenz hinsichtlich der Erwartungen, Anwendungen und Auswirkungen der Nanotechnologie zu erreichen.


PROGRAMM

Freitag, 6.10.2006

13.30 Uhr Begrüßung
Tagungseröffnung und kurze Einführung durch den 1. Vorsitzenden Dr. Dieter Korczak

14.00 Uhr Wolf-Michael Catenhusen
Politische Ziele der Förderung der Nanotechnologieforschung in Deutschland
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat den Grenzbereich zwischen Nano- und Biotechnologie seit dem Jahr 2002 mit mehr als 65 Millionen Euro gefördert. Durch die Förderung soll das Potenzial dieser Technologie ausgeschöpft und umgesetzt werden, um Deutschland in diesem Bereich international eine Führungsposition zu verschaffen.

15.00 Uhr Prof. Dr. Anton Lerf
Was ist Nano? Einführung in die Welt der kleinen Dimensionen
„Nanotechnologie“ steht für Allerneuestes und Innovatives – aber auch für Altes und Wohlbewährtes: Ob Milch, Majonaise, Sahnehauben, Kosmetika oder Autolacke, alles ist angewandte Nanotechnologie. Was ist also wirklich neu an dieser vermeintlich neuen Schlüsseltechnologie?

16.30 Uhr Prof. Dr. Bianca Hermann
Moleküle unter der Lupe. Einblicke in die Nanowelt mit modernen mikroskopischen Methoden
Die Rastertunnelmikroskopie samt ihrer Varianten eröffneten in den 80er Jahren eine völlig neue Dimension: Strukturen und Prozesse konnten jetzt auf atomarer Ebene unter normalen Umgebungsbedingungen studiert werden. Damit lassen sich inzwischen auch einzelne Moleküle „handhaben“. Steht uns also sogar eine Konstruktion „Atom für Atom“ bevor?

18.00 Uhr Mitgliederversammlung und Vorstandswahl


Samstag, 7.10.2006

9.30 Uhr Prof. Dr. Christoph Strunk
Elektronik vom Allerkleinsten
PC und Laptop sind um Größenordnungen leistungsfähiger als die riesigen Rechenmaschinen auf Röhrenbasis aus den 50er Jahren. Diese Leistungssteigerung war möglich durch die Transistoren und deren konsequenter Verkleinerung bei gleichzeitiger Erhöhung der Packungsdichte.
Doch dieser Trend stößt zunehmend an physikalische Grenzen – was kommt also als nächstes?

10.30 Uhr Prof. Dr. Rolf Eckmiller
Blinde werden wieder sehend! Von der Neuroprothetik zu Mensch-Maschine Symbiosen?
Es gibt in Westeuropa 600.000, die bereits blind sind oder es werden, weil in ihrer Netzhaut die Photorezeptoren degenerieren. Da das zentrale Sehsystem bei dieser Gruppe noch funktionsfähig ist, wird durch ein Retinaimplantat mit einer Mikrokontaktfolie versucht, Sehwahrnehmungen herzustellen. Dies ist nur eines von vielen Beispielen für den Einsatz von interaktiven Bio-Tech-Systemen.

12.00 Uhr Dr. phil. Andreas Loesch
Nanoroboter und Mini-U-Boote. Mediale Vermittlung nanomedizinischer Visionen
Die Verheißungen und Visionen einer zukünftigen Nanomedizin werden sowohl innerhalb der „Science community“ als auch gegenüber der breiten
Öffentlichkeit über Metaphern und Bilder vermittelt. Welche Bilder werden hier in den Medien benutzt und wie haben sich diese Bilder in den letzten Jahren verändert?

13.00 Uhr Mittagpause

15.00 Uhr Dr. Jürgen Altmann
Die Anwendung der Nanotechnologie zur Entwicklung neuer Waffensysteme
In den letzten Jahren ist die militärische Forschung und Entwicklung zum Einsatzbereich sehr kleiner Elektronik zB. in Brillen, Uniformen und Munition erheblich gesteigert worden. Die Entwicklung solcher neuartigen Waffen kann zur Aushöhlung vorhandener Rüstungskontrollverträge und zur Destabilisierung der militärischen Lage führen.

16.15 Uhr Dr. Astrid Schwarz
Alles Science Fiction? Stanislaw Lems wilde und liederliche Naturen
Der in diesem Jahr verstorbene polnische Sciencefiction-Autor und Technikphilosoph ist der erste Visionär der jetzt am Horizont aufscheinenden Nanobiotechnologie. Aber seine „Geschöpfe“ könnten eher Albträumen entsprungen sein, die die ‚Nano-Welt’ in einem weniger rosigen Licht erscheinen lässt.

19.00 Uhr Geselliger Abend


Sonntag, den 8.10. 2005

10.00 Uhr Stefan Gammel
Wie passt Nanotechnologie in die Gesellschaft?
Das Verhältnis von Nanotechnologie und vorgestellter gesellschaftlicher Struktur gehört zu den zentralen Elementen der Visionen der Nanotechnologie. Wie nachhaltig ist diese Technologie, mit welchen gesellschaftlichen Auswirkungen muss gerechnet werden, welche Chancen und welche Risiken ergeben sich?

11.30 Uhr Prof. Dr. Alfred Nordmann
Wohin geht die Reise? Gesellschaftliche Implikationen der Nanotechnologie
Im Fall der „Nanotechnologie“ wird eine Wissenschafts- und Technikentwicklung von der Wissenschaftsphilosophie in statu nascendi verfolgt – nicht zuletzt deshalb, um Anregungen für deren Gestaltung zu geben. Ein Anzeichen einer „reifen“ Demokratie?

13.00 Uhr Tagungsende


REFERENTEN

Wolf-Michael Catenhusen Studium in Latein, Geschichte und Sozialwissenschaften an den Universitäten Göttingen und Münster, 1989 –2002 Mitglied des Deutschen Bundestages, SPD-Bundestagsfraktion, 1987 – 1994 Vorsitzender des Bundestagsausschusses für Forschung und Technologie, 1998 – 2005 Parlamentarischer Staatssekretär, dann Staatssekretär des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Prof. Dr. rer. nat. Anton Lerf Chemiestudium, seit 1976 tätig im Walther-Meißner-Institut der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, seit 2003 apl. Professur an der TU München, Beirat für Naturwissenschaften der Interdisziplinären Studiengesellschaft.

Prof. Dr. rer. nat. Bianca Hermann Studium in Karlsruhe und an der Oregon State University, 1998 – 2000 Liebig-Stipendiatin beim Fond der Chemischen Industrie, seit 2003 Professur für Experimentalphysik an der LMU München, Leiterin der Abteilung für Rastertunnelspektroskopie am Walther-Meißner-Institut für Tieftemperaturphysik .

Prof. Dr. Christoph Strunk Studium in Karlsruhe, Forschungsaufenthalte in Belgien und in der Schweiz, seit 2000 Professur an der Universität Regensburg, Institut für Experimentelle und Angewandte Physik.

Prof. Dr.-Ing. Rolf Eckmiller Studium in Berlin und Berkeley, 1978 – 1992 Professur an der Universität Düsseldorf für Biokybernetik, seit 1992 Professur an der Universität Bonn und Leitung der Abteilung Neuronale Computerwissenschaften. Seit 1991 leitet er eine internationale Forschungsinitiative für Neurotechnologie. Er hält verschiedene US Patente in dem Bereich.

Dr. phil. Andreas Lösch Studium der Soziologie an der FU Berlin, Postdoktorand am Graduiertenkolleg „Technisierung und Gesellschaft” an derTechnischen Universität Darmstadt, seit 2003 Leiter desDFG- Forschungsprojektes „Räume der medizinischen Mikro- und Nanotechnologie” am Institut für Soziologie der TUD.

Dr. rer. nat. Jürgen Altmann Studium der Physik, 1988 Gründung des „Bochumer Verifikationsprojekt“, das sich mit technischen Lösungen zur Überwachung von Abrüstungs- und Friedensabkommen beschäftigt. Hat im Fachbereich Physik der Universität Dortmund das von der Deutschen Stiftung Friedensforschung geförderte Projekt „Präventive Rüstungskontrolle und Nanotechnologie“ bearbeitet.

Dr. phil. Astrid Schwarz Studium der Biologie, Philosophie und Ethnologie in Gießen, Freiburg, Konstanz und Corté, Post-Doc in Paris, seit 2002 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Philosophie in Darmstadt.

M.A. Stefan Gammel Studium der Philosophie, Anglistik und Germanistik in Stuttgart und Liverpool, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Interfakultären Zentrum für Ethik in den Wissenschaften der Universität Tübingen, Projektleiter „Visionen der Nanotechnologie“.

Prof. Dr. phil. Alfred Nordmann Studium in Tübingen, Hamburg und an der Columbia University, danach Associate Professor am Department of Philosophy der University of South Carolina, seit 2002 Professur für Wissenschaftsphilosophie und Wissenschaftsgeschichte an der TUDarmstadt. Vorsitzender der Lichtenberg-Gesellschaft, seit 2004 Berichterstatter der EU Expertengruppe „Converging Technologies“.

Dr. Dieter Korczak ist Soziologe, 1. Vorsitzender der Intersiziplinären Studiengesellschaft e.V (ISG) und Leiter der GP-Forschungsruppe in München.

62. Jahrestagung – Geld und andere Leidenschaften

25.-27. September 2005
Görlitz


Allgemeine Information

Geld ist ein Tauschmedium, das dem menschlichen Bereich vorbehalten ist. Tiere kennen kein Geld. Tiere sind Instinktwesen, sie kennen deshalb auch keine Leidenschaften.
Geld und Leidenschaften gehören eng seit Anbeginn der menschlichen Geschichte zusammen. Es ist unwesentlich, welche dingliche Form Geld im Verlauf der Geschichte angenommen hat. Von Muscheln und über Münzprägungen bis zur heutige Form des
elektronischen Zahlungsverkehrs ist Geld immer ein Tauschwert gewesen, der sich nur durch gegenseitige Überzeugungen materialisiert hat.
Die Sichtweise des Geldes als zentralen Glücksbringer durchdringt heute alle Gesellschaftsschichten und gesellschaftliche Sphären. Geld erfährt eine Wertschätzung ohnegleichen. Es symbolisiert grenzenlosen Reichtum und schafft unendliche Leiden. Überschuldung, Bankrott, seelischer Ruin gehören ebenso zum Geld wie Glamour, Macht und Prestige. Die 62. Jahrestagung hat sich zum Ziel gesetzt, diese Zusammenhänge aufzudecken und zu reflektieren. Es geht letztlich darum, einen entspannten Zugang
zum Geld und zu der mit Besitz verbundenen sozialen Verantwortung zu finden, der glücklich macht und nicht ins Unglück führt.

Sonntag, den 8.10. 2005

10.00 Uhr Stefan Gammel
Wie passt Nanotechnologie in die Gesellschaft?
Das Verhältnis von Nanotechnologie und vorgestellter gesellschaftlicher Struktur gehört zu den zentralen Elementen der Visionen der Nanotechnologie. Wie nachhaltig ist diese Technologie, mit welchen gesellschaftlichen Auswirkungen muss gerechnet werden, welche Chancen und welche Risiken ergeben sich?

11.30 Uhr Prof. Dr. Alfred Nordmann
Wohin geht die Reise? Gesellschaftliche Implikationen der Nanotechnologie
Im Fall der „Nanotechnologie“ wird eine Wissenschafts- und Technikentwicklung von der Wissenschaftsphilosophie in statu nascendi verfolgt – nicht zuletzt deshalb, um Anregungen für deren Gestaltung zu geben. Ein Anzeichen einer „reifen“ Demokratie?

13.00 Uhr Tagungsende


REFERENTEN

Eske Bockelmann hat Klassische Philologie und Germanistik studiert. Zur Zeit lehrt er an der Technischen Universität Chemnitz und
hat 2004 das Buch „Im Takt des Geldes“ veröffentlicht.
Christoph Deutschmann lehrt Soziologie an der Universität Tübingen,hat zahlreiche Veröffentlichungen zu soziologischen Aspekten
des Umganges mit Geld und 2002 den Band „Die gesellschaftliche Macht des Geldes“herausgegeben.

Helmwart Hierdeis lehrt Pädagogik an der Universität Innsbruck, ist Gründungsdekan der Fakultät für Bildungswissenschaften Brixen der Freien Universität Bozen, Psychoanalytiker, Autor zahlreicher Veröffentlichungen zur Bildungsgeschichte und zu pädagogischen Problemen.

Dieter Korczak ist Soziologe, 1. Vorsitzender der ISG und Leiter der GP Forschungsgruppe in München. Seine Arbeiten zur Überschuldung privater Haushalte sind für den 1. und 2. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung herangezogen worden.

Monika Kritzmöller hält in St. Gallen Vorlesungen in Marketing unter besonderer Berücksichtigung des Kundenverhaltens und berät
Unternehmen in ihrem Institut für Lebensstilforschung im Allgäu.

Gerd Leidig ist Apotheker und Wissenschaftsjournalist und hat gemeinsam mit Andrea Tichy 2003 den Band „Happy Money“ veröffentlicht.

Frank Müller, promovierter Betriebswirt der Universität St. Gallen, ist Präsident und CEO der Glashütter Uhrenbetrieb GmbH und Mitglied der erweiterten Konzernleitung der Swatch Group AG.

Michael-Burkhard Piorkowsky lehrt an der Universität Bonn Haushalts- und Konsumökonomik und hat für das Bundesfamilienministerium 17 Projekte zur Armutsprävention koordiniert.

Ludwig Poullain ist Bankkaufmann und jetzt Privatier. Er war der erste Vorstandsvorsitzende der WestLB bis 1977 und von 1967 bis 1972 Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes. 2004 hat er sich in einer der FAZ veröffentlichten ungehaltenen Rede zur Redlichkeit der Bänker geäußert.

Sigga Speit ist ausgebildete Mediatorin und studiert Psychologie an der Humboldt-Universität Berlin.

Michael Wilken
, Kölner Volkswirt, Medizinsoziologe, Mediator. Er ist Leiter der KIK GmbH, die Coaching- und Training zu den Themen Konflikt, Stressbewältigung und Suchterkrankung durchführt.